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Herzlich willkommen im Evangelischen Kirchspiel Krostitz

Weihnachtskrippe Zeichnung Var. 1Kann man in diesem Jahr, in dem doch alles anders ist, überhaupt richtig Weihnachten feiern? In dem aktuellen Geschehen gerät schnell in Vergessenheit, dass es immer Menschen gibt, die kein richtiges Weihnachten haben. Dazu passt die Geschichte von der Männerstation einer Klinik: Die Krankenpfleger hatten für die Patienten, die Heiligabend nicht nach Hause konnten, einen Baum geschmückt und kleine Geschenke verteilt. Nachdem die Pfleger gegangen waren, wurde noch sehr lobend über sie gesprochen, aber: „In einem Krankenhaus kann man nicht wirklich Weihnachten feiern! Das Wichtigste fehlt.“ - „Mir fehlt die Familie, die waren heute nur so kurz da.“ – „Nichts gegen die Kantine hier, aber zuhause gibt es jetzt ein Festessen im Kerzenschein.“ – „Ich liebe es, wenn die Kinder unter dem Tannenbaum herumkriechen und mit leuchtenden Augen die Geschenke auswickeln.“ Es wurden noch mehr Dinge aufgezählt, die unbedingt zum Weihnachtsfest dazugehörten. Aber dann meldete sich einer zu Wort, der bisher sehr schweigsam gewesen war: ...

„Vom eigentlichen Weihnachten habt ihr noch gar nichts gesagt!“ - „Was soll das sein?“, fragten die anderen. Der Angesprochene überlegte einen Moment, dann meinte er: „Dass wir zu Weihnachten die Geburt des Gottessohnes feiern. Gott hat uns Jesus geschenkt, darum freue ich mich. Das ist für mich der Grund zum Feiern. Als ihr eben aufgezählt habt, was euch zu Weihnachten wichtig ist, da musste ich an ein Paket denken, das mit Weihnachtspapier und Goldband hübsch verpackt ist; aber wenn man es aufschnürt, ist es innen leer. Mir kommt es auf den Inhalt an. Ich kann auf die Verpackung auch verzichten. Die Geburt des Heilands ist meine Weihnachtsfreude.“ 
Von dieser Freude erzählt für mich auch das Bild, das auf der Titelseite zu sehen ist. Das Original hängt in meinem Büro und stammt von Gertraud Gööck, die es im Alter von 98 Jahren gemalt hat. Da ist dieser unglaublich helle Stern, der über dem Kind mit seiner Mutter und Joseph strahlt; fast wie ein Kreuz sieht er aus und leuchtet die ganze Nacht aus. Es gibt keine Dunkelheit , die dieser Stern nicht zu erhellen vermag. Das ist das Beste, was wir tun können, auch wenn wir wieder in ein neues, unbekanntes Jahr gehen: Uns an diesem Stern orientieren.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Friedemann Krumbiegel