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Liebe Leserinnen und liebe Leser!

P1130416a„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit“ – so heißt es in einem Lied von Martin Gotthard Schneider, von dem auch „Danke, für diesen guten Morgen“ stammt. Das ist ein starkes Bild für Kirche: Auf einem Boot oder Schiff haben sich einige zusammengetan und wollen darin ihren Weg finden und den Stürmen trotzen. An unserem letzten Konfi-Wochenende sind wir mit Schlauchbooten die Mulde hinabgefahren. Es brauchte seine Zeit, bis jeder einen guten Platz gefunden hatte. Der eine konnte rechts gut paddeln, der andere links, die einen waren vorne besser beim Ausschau halten und Leine werfen, die anderen hinten beim Steuern. Und man musste sich immer wieder einigen über die Route, den Taktschlag, über die Momente, in denen man sich entspannt treiben lassen konnte oder wo alle kräftig loslegen mussten. Eigentlich kann man in solch einem Gefährt kaum kentern, aber unterwegs sind wir auch an den Resten eines Schlauchboots vorbeigekommen. Und wir haben gemerkt, wenn wir uns nicht einig waren, sind wir ganz schnell im Geäst oder am Ufer gelandet. Bei dem Lieddichter heißt es: „Im Schiff, das sich Gemeinde nennt, muss eine Mannschaft sein, sonst ist man auf der weiten Fahrt verloren und allein. Ein jeder stehe, wo er steht, und tue seine Pflicht, wenn er sein Teil nicht treu erfüllt, gelingt das Ganze nicht. Und was die Mannschaft auf dem Schiff ganz fest zusammenschweißt in Glaube, Hoffnung, Zuversicht, ist Gottes guter Geist.“ Das erinnert an das Pfingstfest, an dem „Gottes guter Geist“ erst die Mannschaft zusammengeschmiedet hat, die über alle Zeiten und Rassen und Konfessionen hinweg Christi Kirche stellt. An unserem Pfingstfest werden die Konfirmanden eingesegnet, die sich nun auch zu dieser Mannschaft bekennen. Mögen sie im Herzen ebenso erfüllt sein von Gottes Gegenwart, wie die ersten Jünger, und nicht am Glauben verzweifeln, wenn das Boot einmal kräftig durchgerüttelt wird. Das Allerwichtigste auf dem Weg der Kirche: Solange Jesus unsichtbar mit im Boot sitzt, müssen wir uns nicht fürchten, denn er bleibt der Herr über Wind und Wellen und alle Elemente. Darum endet das Lied vom Schiff auch stets mit dem Refrain: „Bleibe bei uns, Herr!“ Ihnen und Euch allen wünsche ich eine gesegnete und behütete Sommerzeit!

Herzlich grüßt Sie

Ihr Pfarrer Friedemann Krumbiegel