
Liebe Leserinnen und liebe Leser!
Über das Ehrenamt wurde so viel geschrieben und lamentiert. Am besten kommt es jedoch zum Leuchten wie auf dem Foto: Nämlich voll in Aktion. Zu sehen ist dort Hella Schumann, die mit einer Schubkarre voller Blüten und grüner Zweige unterwegs ist, um die Krostitzer Kirche für das Osterfest zu schmücken. Schon Albert Schweitzer, der weltberühmte Arzt und Theologe (1875-1965), hat geraten: „Schafft euch ein Ehrenamt, ein unscheinbares, womöglich ein geheimes Ehrenamt. Tut die Augen auf und sucht, wo ein Mensch ein bisschen Teilnahme, ein bisschen Gesellschaft, ein bisschen Fürsorge braucht. Vielleicht ist es ein Einsamer, ein Verbitterter, ein Kranker, ein Ungeschickter, dem du etwas sein kannst. Vielleicht ist’s ein Greis, vielleicht ein Kind. Wer kann die Verwendungen alle aufzählen, die das kostbare Kapital, Menschen genannt, haben kann!“ – Seit mehr als 100 Tagen sind nun auch schon die neugewählten Gemeindekirchenräte und Beiräte im Amt, mit vielen Fragen und Ideen sind sie voll dabei und wollen in ihren Kirchgemeinden Gutes bewirken. Wie gut, dass wir auch sie haben. Alle, die in der Kirche einen sichtbaren oder unsichtbaren Dienst übernehmen, sind „Gottes Mitarbeiter“. So sagt es Volker Spangenberg und meint weiter: Das besondere ihrer Mitarbeit liegt in dem Geheimnis der „Gesinnung von Jesus Christus. Sie hat ihren Kern darin, dass alle Mitarbeit nicht der eigenen Person gilt, sondern der frohen Botschaft von Gottes Liebe.“ Ich finde, das klingt großartig. Vor allem weil es dem Herrn der Kirche die Ehre gibt, dass seine Gesinnung uns trägt und nicht unsre Gesinnung ihn. Er ist in Jesus Christus gekommen, um zu dienen, nicht um sich dienen zu lassen. Das pulsiert seit Ostern die weltweite Gemeinschaft der Christenheit.
Herzlich grüßt Sie
Ihr Pfarrer Friedemann Krumbiegel